Fachhochschule Esslingen - Hochschule für Technik
[luges] de.comp.os.unix.linux FAQ

Linux FAQ

Stand: 31. Mai 1999
Autor: Karsten Merker <dcoul-faq@cologne.de>
About: Diese FAQ beinhaltet Antworten (oder Verweise auf die Antworten, soweit sie hier den Rahmen sprengen wuerden) auf die in der de.comp.os.unix.linux- Hierarchie und vorher in der de.comp.os.linux-Hierarchie am haeufigsten gestellten Fragen.

Alle Angaben erfolgen ohne Gewaehr, da der Autor nicht alles selbst ausprobieren kann; die hier gesammelten Informationen entstammen haeufig den Artikeln der vorgenannten Newshierarchie und die Benutzung erfolgt auf eigene Gefahr. Der Autor uebernimmt keinerlei Haftung fuer durch die Verwendung von Informationen aus dieser FAQ eventuell auftretende Schaeden, gleich welcher Art.

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Kurz gesagt, ich will keinen Spam!

Bedanken moechte ich mich bei allen, die mir Aenderungs- und Erweiterungsvorschlaege geschickt haben.

Haeufig werden Detailfragen gestellt, die zu speziell sind, um hier alle aufgefuehrt zu werden oder die sich nur mit Kenntnis der vorhandenen Hard- und Software sinnvoll beantworten lassen. Wenn eine Frage nicht Bestandteil der FAQ ist und auch auf dem eigenen Newsserver nichts zu dem gesuchten Thema zu finden ist, bietet es sich an, mit einer der Suchmaschinen im Netz, wie z.B. www.deja.com, die Archive der jeweiligen Newsgroup nach Stichworten zu durchsuchen, bevor man seine Frage in den News stellt.

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-Karsten Merker <dcoul-faq@cologne.de>

Linux FAQ
Index:
  • "Warum Linux?" oder "Ist Linux das richtige fuer mich?"

  1. Fragen zu ISPs, Mail, News und Mailboxnetzen (Fido/ZConnect)

    1. Wie kann ich Mails und News offline lesen, also ohne dabei dauernd eine Verbindung zum Internet haben zu muessen?
    2. Gibt es fuer Linux ein Fido-Pointprogramm?
    3. Gibt es fuer Linux ein ZConnect-Pointprogramm?
    4. Kann ich CrossPoint unter Linux verwenden?
    5. Warum stellt mein Tin (Newsreader) statt Umlauten nur Fragezeichen dar?
    6. Wie kann ich mit Linux AOL benutzen?
    7. Wie kann ich mit Linux ueber T-Online ins Netz kommen?

  2. Allgemeine Linux-Fragen

    1. Wo finde ich deutschsprachige Dokumentation zu Linux?
    2. Welche Buecher gibt es zu Linux?
    3. Ich habe Linux gerade erst hochgefahren und fast mein gesamter Speicher ist schon belegt. Verbraucht Linux soviel Speicher?
    4. Linux erkennt nur einen Teil meines Speichers. Wie kann ich das aendern?
    5. Warum zeigt Linux in /proc/cpuinfo an, im Rechner befaende sich ein Pentium 75, obwohl ein Pentium 90/100/120/133/166/200 eingebaut ist?
    6. Ich habe gehoert, es gibt Linux auch auf anderen Plattformen wie z.B. DEC Alpha, Sun SPARC, MIPS oder m68k. Kann ich meine Linux-Programme auch auf diesen Plattformen ausfuehren?
    7. Ich bekomme beim Compilieren die Meldung, es sei ein "Signal 11" aufgetreten. Was bedeutet das?
    8. Wenn ich unter X arbeite, kommt es manchmal, besonders nach dem Start von Netscape, zu einem seltsamen Effekt: ein oder mehrere Fenster werden in Falschfarben dargestellt. Wenn ich den Mauszeiger dann auf eines dieser Fenster bewege, stimmen die Farben in diesem Fenster wieder, aber alles andere wird in Falschfarben dargestellt. Woran liegt das?
    9. Warum stuerzt mein Netscape 3 dauernd ab, besonders, wenn ich Java-Applets ausfuehren moechte?
    10. Warum kann ich aus Netscape 3 heraus auf einmal nicht mehr im Postscriptformat drucken? Weder Ghostscript noch ein Postscriptdrucker akzeptieren die erzeugten Daten.
    11. Warum funktionieren unter XFree bei 16Bit Farbtiefe (65535 Farben) die hoeheren Aufloesungen nicht mehr, obwohl sie unter Windows mit der gleichen Hardware moeglich sind?
    12. Warum zeigt mein Rechner einen geringeren (hoeheren) BogoMips-Wert an als ein Rechner mit einem anderen Prozessor, obwohl mein Rechner tatsaechlich schneller (langsamer) ist?
    13. Welche Linux-Distribution ist die beste?
    14. Ich habe mir ein kleines Testprogramm compiliert, aber wenn ich es aufrufe, passiert gar nichts. Warum?
    15. Warum kann ich ein Programm als "normaler" User starten, aber nicht als root?
    16. Unterstuetzt Linux FAT32 (das mit Win95b a.k.a. OSR2 eingefuehrte "neue" Dateisystem)?
    17. Welche Libc-Version ist neuer: 5.4.4 oder 5.4.38?
    18. Welchen Zweck hat die Datei /proc/kcore und warum belegt sie soviel Platz auf meiner Platte?
    19. Ich moechte StarOffice 3.1 installieren, das Setup-Programm bricht aber immer mit einem Skript-Fehler in Zeile 1 ab.
    20. StarOffice 3.1 ist installiert, wird aber beim Aufruf nicht gefunden oder meldet, es koenne eine Bibliothek nicht oeffnen.
    21. Warum habe ich bei StarOffice 3.1 englische Menues, obwohl ich die "German"-Pakete installiert habe?
    22. Warum kann ich mich nicht als root ueber telnet einloggen?
    23. Warum kann ich meine CD nicht mehr aus meinem CD-Laufwerk nehmen?
    24. Warum kann ich keine ZIP-Disk mounten, obwohl der Kernel das Laufwerk beim Booten ordnungsgemaess erkannt hat? Ich erhalte beim Mountversuch lediglich die Meldung "mount: wrong fs type, bad option, bad superblock on /dev/foo, or too many mounted file systems".
    25. Was bedeutet die Meldung "/dev/hdaX has reached maximal mount count; check forced" beim Booten?
    26. Nach einer Weile funktioniert meine Maus unter X nicht mehr richtig, ich kann keine Fenster mehr verschieben und auch (manche) Knoepfe nicht mehr betaetigen. Woran liegt das?
    27. Ich benutze fuer meinen Internetzugang ISDN mit SyncPPP (ipppd) und Dial-On-Demand. Das funktioniert auch, aber nur einmal. Sobald die Verbindung abgebaut wurde, wird sie nicht automatisch wieder aufgebaut.
    28. Ich habe einen Kernel mit Unterstuetzung fuer APM ("advanced power management"), aber es funktioniert nicht bzw. nicht korrekt.
    29. Wie kann ich ein ext2-Dateisystem defragmentieren?
    30. In meiner Shell kann ich keine Umlaute eingeben und die "Del"/"Entf"- Taste arbeitet nicht so, wie sie soll (das Zeichen unter dem Cursor loeschen). Wie kann ich das aendern?
    31. Warum kann ich ein RPM-Paket, das ich gerade mit "rpm -i foo-1.0-1.i386.rpm" installiert habe, nicht mit "rpm -e foo-1.0-1.i386.rpm" wieder deinstalliern? RPM meldet nur: "package foo-1.0-1.i386.rpm is not installed".
    32. Warum kann ich KDE nicht starten ? Das Kommando "startkde" bringt etliche Fehlermeldung der Art "k*: cannot connect to X server".
    33. Wie kann ich auf der Kommandozeile (d.h. ohne X-basierte Programme verwenden zu muessen) ftp ueber einen Proxy benutzen?
    34. Bei Anleitungen zur Netzwerkkonfiguration findet man haeufig Angaben wie 192.168.1.0/24. Was bedeutet das "/24"?
    35. Warum kann ich in Netscape 4 weder Mail- noch Newsserver angeben? Netscape meldet nur 'Mail host "foo" is unknown' bzw. 'News host "foo" is unknown'.
    36. Warum werden Textdateien im Querformat (jeweils 2 Seiten auf einem A4-Blatt) gedruckt und wie kann man das aendern?
    37. Wie kann ich auf meine DOS-formatierten Disketten zugreifen?
    38. Wie kann ich LILO wieder aus dem MBR entfernen?
    39. Ich kann keinen Kernel mehr kompilieren: nach "make zImage" meldet das System "System is too big. Try using bzImage or modules."
    40. Wie kann ich auf meinen Streamer zugreifen?

  3. Fragen zur Hardware

    1. Funktioniert die Matrox Mystique unter Linux?
    2. Funktioniert die Matrox Mystique II unter Linux?
    3. Funktioniert die Matrox Millenium II unter Linux?
    4. Funktionieren Matrox-Grafikkarten mit dem G100/G200 unter Linux?
    5. Warum haengt sich XFree86 3.3.2 mit meiner Riva128-basierten Grafikkarte beim Starten mit einem schwarzen Bildschirm auf?
    6. Wird der Adaptec AHA 2940 U2W (AIC 7890) von Linux unterstuetzt?
    7. Funktioniert Linux auf meinem Laptop?
    8. Wie bekomme ich X mit mehr als 320x200 Punkten auf meinem Notebook mit Neomagic-Chipsatz zum laufen?
    9. Funktionieren GDI-Drucker (auch als "WinPrinter" bezeichnet) unter Linux?
    10. Warum funktioniert mein internes Modem nicht unter Linux?
    11. Funktioniert das Parallelport-ZIP unter Linux?
    12. Funktionieren Parallelport-Streamer unter Linux?
    13. Kann ich mit meiner ISDN-Karte unter Linux Faxe empfangen?
    14. Funktioniert die Hauppage Win/TV PCI unter Linux?
    15. Warum funktionieren unter Linux zwar MO-Medien mit einer Kapazitaet von 230MB, nicht aber solche mit 640MB?
    16. Wenn ich ein externes SCSI-Geraet (z.B. einen Scanner) erst nach dem Booten einschalte, ist es nicht ansprechbar. Wie kann ich es trotzdem benutzen?
    17. Seit ich meinen Speicher aufgeruestet habe, ist Linux viel langsamer geworden. Unter DOS tritt der Effekt aber nicht auf. Woran liegt das?
    18. Welche CD-Brenner funktionieren unter Linux?
    19. Welchen Treiber muss ich bei der Kernelkonfiguration fuer eine NE2000-kompatible PCI-Ethernetkarte waehlen?
    20. Ich möchte meinen Rechner ohne Tastatur und Monitor unter Linux (z.B. als Kommunikationsserver) betreiben. Wie geht das?
    21. Ich habe ein ATAPI-CDROM an den CDROM-Anschluss meiner Soundkarte angeschlossen, Linux erkennt es jedoch nicht.
    22. Wie kann ich meine Festplatten nach einer gewissen Zeit der Inaktivitaet automatisch abschalten lassen (sog. "Spindown")?
    23. Kann man mehrere Monitore gleichzeitig unter Linux betreiben?
    24. Ich moechte den bei meinem Scanner mitgelieferten SCSI-Hostadapter AVA 1505 oder 1502 unter Linux benutzen, finde jedoch keinen Treiber.
    25. Welche Scanner funktionieren unter Linux?
    26. Wie kann man das "Rad" der "Scroll-Maeuse" unter Linux nutzen?
    27. Werden Grafikkarten mit i740-Chip unterstuetzt?
    28. Warum funktioniert meine ISDN-Karte nach dem Update auf Kernel 2.0.36 nicht mehr so wie vorher?
    29. Warum ist nach dem Update auf Kernel 2.2 mein Drucker nicht mehr anprechbar?
    30. Unterstuetzt Linux USB-Geraete?
Linux FAQ
Antworten:
  • "Warum Linux?" oder "Ist Linux das richtige fuer mich?"

    Haeufig taucht, gerade in de.comp.os.unix.linux.newusers, die Frage auf,
    ob es sich lohnt, von einem anderen Betriebssystem auf Linux umzusteigen
    oder ob man das besser lassen sollte. Dazu moechte ich mit freundlicher
    Genehmigung des Autors hier auszugsweise einen Artikel von Bernhard Oemer
    wiedergeben, den dieser mit der Msg-ID <912226238.889907@kelly.bundy.at>
    in de.comp.os.unix.linux.newusers gepostet hat und der IMHO eine recht
    gute Zusammenfassung von Pro und Contra eines Umstieges darlegt:
    
    
    From: Bernhard Oemer <oemer@tph.tuwien.ac.at> Subject: Re: Warum Linux? > Hallo, ich, bisher Window'95 -Benutzer, möchte mich verbessern und eventuell > umsteigen. Bin allerdings kein Computerfreak, habe nur geringe bis keine > Grundkenntnisse und würde trotzdem gerne wissen, ob was an Linux so toll ist Also erstmal - never change a running system. Wenn Du (was ja vorkommen soll) mit Win95 wirklich zufrieden bist, dann gibt es keinen Grund umzusteigen. Ein Umstieg auf Linux (ohne jede Unixerfahrung) ist mit einem erheblichen Lernaufwand verbunden, da Linux konzeptionell in mehr als einer Hinsicht das diametrale Gegenteil von Win95 darstellt: Transparenz vs. Black Box: Linux ist ein offenes System, d.h. *alle* Systemparameter sind zug"anglich, wichtige Ereignisse werden mitgelogt und umfangreiche Diagnosem"oglichkeiten stehen zur Verf"ugung. Viele Win95 user haben Schwierigkeiten, diese Informationen richtig zu verwenden, da sie gewohnt sind, Programme als blackboxes zu betrachten und bei Problemen gleich zum Holzhammer (Neuinstallation, Service-Pack einspielen) greifen. Konfigurierbarkeit vs. Plug'n'Play: Linux ist als System auf maximale Konfigurierbarkeit und Flexibilit"at ausgelegt, w"ahrend Windows oft die M"oglichkeiten des Useres zugunsten einfacherer Bedienung und schnellerer Anfangserfolge einschr"ankt. M"achtigkeit vs. "Intuitiver" Bedienung: Unix Programme sind i.a. auf effiziente Bedienung durch den erfahrenen User und auf weitestgehende Automatisierbarkeit hin optimiert. Fast kein Programm ist ohne vorheriges Studium der Doku benutzbar, viele wichtige Progamme haben "uberhaupt kein graphisches Interface, sondern sind nur via Kommandozeile zu bedienen. Orthogonalit"at vs. Integration: Mit ein Grund f"ur die hohe Stabilit"at von Linux ist das Prinzip der Orthogonalit"at d.h. ein Programm erf"ullt genau einen Zweck. W"ahrend z.B. Dein Outlook Express gleichzeitig Newsserver, NTA (News Tranport agent) und Newsreader spielt, werden unter Unix f"ur jede dieser Aufgaben spezialisierte (und austauschbare) Tools verwendet. Die so gewonnene Flexibilit"at wird nat"urlich mit einem erh"ohtem (einmaligen) Installationsaufwand bezahlt. Multiuser vs. Singleuser: Unix ist ein Multiuser/Multitasking OS. Das hei"st mehrere User k"onnen das System gleichzeitig benutzen und werden durch System von User- und Gruppenrechten voneinander abgeschirmt. Auch als einzelner User kannst Du von der erh"ohten Sicherheit durch die strikte Trennung von Administration und Benutzung profitieren, was allerdings (wie jedes Sicherheitssystem) eine gewisse Disziplin erfordert. Wenn Du Dich entscheiden solltest, auf Linux umzusteigen (auch ein dual-boot Betrieb mit Windows ist m"ogl.), dann solltest Du Dir jedenfalls ein Buch zulegen und mit einer mehrw"ochigen Einarbeitungszeit rechnen, bis Du mit dem System halbwegs zurechtkommst.
    An dieser Stelle sei mir noch ein Hinweis auf die Linux-Helper erlaubt. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von Linux-Anwendern, die bereit sind, bei Problemen mit Linux auch einmal persoenlich vor Ort zu helfen, z.B. gemeinsam mit einem Linux-Interessierten die Erstinstallation durchzufuehren oder bei Problemen zu helfen, die sich in den Newsgroups schlecht oder gar nicht loesen lassen. Wichtig ist, dass dies nicht als kostenloses Supportforum zu verstehen ist, welches einen kommerziellen Support ersetzen soll oder will, sondern als ein freiwilliges Angebot von Leuten, die neben ihrem Hobby auch noch ein sogenanntes "real life" haben. Etwas Eigeninitiative und die Bereitschaft, sich mit Linux auch tatsaechlich auseinanderzusetzen und nicht nur passiv konsumieren zu wollen, wird vorausgesetzt. Wer jetzt noch nicht abgeschreckt ist und ein Problem hat, das wirklich der Vor-Ort-Hilfe bedarf, findet in den Newsgroups de.comp.os.unix.linux.newusers und de.comp.os.unix.linux.misc regelmaessig unter dem Subject "[LIST] Vor-Ort Hilfe fuer Linux-Anfaenger" die aktuelle Liste der Helfer. Alternativ ist die Liste auch im WWW (incl. Suchfunktion) unter der URL http://www.schnism.net/linux zu finden. Soweit Ansprechpartener bei den auf der Liste am Ende angegebenen Linux-User- Groups gesucht werden, bitte ich zu beachten, dass die angegebenen Adressen Mailinglisten sind, die von teilweise mehreren hundert Personen gelesen werden, so dass es ratsam ist, bei einer Anfrage kurz darauf hinzuweisen, worum es geht und warum man sich an die Liste wendet, da nicht unbedingt jeder Listenteilnehmer das Linux-Helper-Projekt kennt und es sonst zu Irritationen kommen kann.
  1. Fragen zu ISPs, Mail, News und Mailboxnetzen (Fido/ZConnect)

    1.1  Wie kann ich Mails und News offline lesen, also ohne dabei dauernd eine
         Verbindung zum Internet haben zu muessen ?
    
         Zu den News gibt es eine sehr gute Schritt-fuer-Schritt-Anleitung von
         Markus Dickebohm, zu finden unter "http://www.uni-koeln.de/~acp66/", die
         die Einrichtung eines lokalen Newsservers (INN) beschreibt.
         Eine Alternative fuer einen kleinen Newsfeed bzw. den typischen
         Ein-Benutzer-Rechner ist Leafnode, zu finden unter
         http://wpxx02.toxi.uni-wuerzburg.de/~krasel/leafnode.html.
         Weitere Informationen zum Thema "Mails und News offline" finden sich
         unter http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~kania/mailnews.htm,
         http://home.netsurf.de/Dieter.Brueggemann/mail-news.html und
         http://www.bonn.linux.de/wissen/mailnews/.
    
    
    1.2  Gibt es fuer Linux ein Fido-Pointprogramm ?
    
         Software zur Einrichtung eines Fido-Points gibt es per ftp auf
         ftp.gwdg.de unter /pub/linux/fido. Weitere Informationen befinden sich
         auf der Homepage von Roland Rosenfeld:
         http://www.rhein.de/~roland/FidoPnt/
    
         Wie mir mitgeteilt wurde, funktioniert die dort beschriebene
         Vorgehensweise allerdings nicht mehr mit der aktuellen Version von
         Fidogate, die Dokumentation von Fidogate wurde aber bezueglich der
         Einrichtung von Points ueberarbeitet.
         Alternativ gibt es ein fertiges Pointpaket per ftp von ftp.fido.de.
    
    
    1.3  Gibt es fuer Linux ein ZConnect-Pointprogramm ?
    
         Nicht im herkoemmlichen Sinne, aber es gibt eine Gatewaysoftware, mit
         der ein ZConnect-System in einen ganz normalen News- und Mailserver
         eingebunden werden kann. Das Paket heisst "Unix-Connect" und ist auf
         ftp.foebud.org zu finden.
         Unix-Connect kann zusammen mit einem lokalen Newsserver (INN) auch als
         Point eingerichtet werden. Zur Einrichtung eines lokalen Newsservers
         verweise ich auf den Punkt 1.1.
    
    
    1.4  Kann ich CrossPoint unter Linux verwenden ?
    
         Ja, CrossPoint laeuft im DOSEmu, zumindest mit analogen Modems.
         Bei einigen funktioniert es auch mit ISDN-Karten, jedoch scheint
         es dabei gelegentlich Probleme zu geben.
    
    
    1.5  Warum stellt mein Tin (Newsreader) statt Umlauten nur Fragezeichen dar ?
    
         Im Tin-unoff (das ist die heute gebraeuchliche Version, da der
         urspruengliche Tin AFAIK nicht mehr weiterentwickelt wird), ist eine
         Funktion enthalten, die ueberprueft, ob die in einem Artikel enthaltenen
         Zeichen auf dem System ueberhaupt dargestellt werden koennen. Dazu
         greift der Tin auf die "Locales" zurueck. Locales sind
         Konfigurationsdateien, die Informationen ueber nationale oder regionale
         Besonderheiten enthalten, u.a. die Sprache, das Zahlenformat (z.B. ob
         der Dezimaltrenner ein Punkt oder ein Komma ist), das Datums- und
         Zeitformat und den verwendeten bzw. darstellbaren Zeichensatz. Sind die
         Locales unvollstaendig oder nicht richtig konfiguriert, werden alle
         Nicht-7-Bit-ASCII-Zeichen (dazu gehoeren auch die Umlaute) vom Tin als
         nicht darstellbar gewertet und es wird ersatzweise ein Fragezeichen
         ausgegeben. Die Konfiguration, welche Locale-Einstellungen verwendet
         werden sollen, erfolgt ueber Environmentvariablen. Um die Darstellung
         der Umlaute zu erzielen, muss man mittels "export LC_CTYPE=de_DE" in
         der bash bzw. "setenv LC_CTYPE de_DE" in der (t)csh die Locales
         entsprechend konfigurieren.
         Fuehrt auch das nicht zum Erfolg, sind wahrscheinlich die Locale-Dateien
         unvollstaendig oder gar nicht installiert. In diesem Fall besteht (neben
         der Installation aktueller Locales) noch die Moeglichkeit, zur
         "brute force"-Methode zu greifen und den Tin aus den Sourcen mit der
         Option "--disable-locale" selbst zu compilieren. In diesem Fall werden
         die Locales voellig ignoriert und jedes Zeichen als darstellbar bewertet.
    
    
    1.6  Wie kann ich mit Linux AOL benutzen ?
    
         Gar nicht. AOL verwendet ein proprietaeres Zugangsprotokoll und
         unterstuetzt weder PPP noch SLIP, so dass der Zugang zu AOL nur
         mittels der von AOL gelieferten Software moeglich ist, die nicht
         in einer Linux-Version zur Verfuegung steht.
    
    
    1.7  Wie kann ich mit Linux ueber T-Online in Netz kommen ?
    
         Informationen zur Konfiguration des Systems zur Nutzung des
         T-Online-PPP-Zuganges finden sich unter
         http://home.t-online.de/home/albert.rommel/ppp.htm bzw.
         http://home.t-online.de/home/albert.rommel/linux-text.htm.
    
  2. Allgemeine Linux-Fragen

    2.1  Wo finde ich deutschsprachige Dokumentation zu Linux ?
    
         Im "Deutschen Linux HOWTO Projekt" (DLHP). Die Texte sind unter
    
         http://www.tu-harburg.de/dlhp/ bzw.
         http://www.tu-harburg.de/dlhp/FTP/
    
         zu beziehen.
    
    2.2  Welche Buecher gibt es zu Linux ?
    
         In de.etc.lists und maus.os.linux wird monatlich die "Deutsche Linux
         Buecherliste" gepostet, die alle aktuell erhaeltlichen Linux-Buecher
         enthalten sollte. Im Web ist sie unter
         http://www.infodrom.north.de/Linux/Buecher/ zu finden.
    
    
    2.3  Ich habe Linux gerade erst hochgefahren und fast mein gesamter Speicher
         ist schon belegt. Verbraucht Linux soviel Speicher ?
    
         Linux versucht, den vorhandenen Speicher moeglichst effizient zu nutzen.
         Daher wird der von Programmen zur Zeit nicht benoetigte Speicher als
         Plattencache benutzt. Sobald ein Programm mehr Speicher anfordert, wird
         der Plattencache automatisch verkleinert und der freigewordene Speicher
         dem Programm zur Verfuegung gestellt. Es ist also vollkommen normal,
         dass der Speicher immer sehr voll zu sein scheint.
    
    
    2.4  Linux erkennt nur einen Teil meines Speichers. Wie kann ich das aendern?
    
         Aeltere BIOS-Versionen koennen nur bis zu 64MB melden. Ist mehr
         Hauptspeicher vorhanden, muss man dies dem Kernel explizit mitteilen,
         in dem man beim Booten einen Kernelparameter uebergibt, bei 96MB z.B.
         "mem=96M". Wie Kernelparameter uebergeben werden, ist im
         BootPrompt-HOWTO beschrieben.
         Bei einigen Rechnern (scheinbar besonders haeufig bei alten Compaq-
         Modellen) tritt diese Problem schon bei weniger Speicher (z.B. mehr
         als 16MB) auf. Die Loesung ist jedoch auch hier die Uebergabe eines
         entsprechenden Kernel-Parameters. Ab Kernel-Version 2.0.36 wird auch
         Speicher ueber 64MB automatisch erkannt, soweit das BIOS diese
         Funktionalitaet unterstuetzt.
    
    
    2.5  Warum zeigt Linux in /proc/cpuinfo an, im Rechner befaende sich
         ein Pentium 75, obwohl ein Pentium 90/100/120/133/166/200/* eingebaut
         ist ?
    
         Das Kommando "cat /proc/cpuinfo" liefert bei allen "normalen" Pentiums
         (MMX-Typen konnte ich noch nicht ausprobieren) ab 75 MHz die Ausgabe
    
         model           : Pentium 75+
    
         Das Pluszeichen hinter der 75 steht fuer "oder hoeher". Anhand der
         CPU-ID kann man nur die alten 60/66 MHz-Typen von den moderneren
         75-200 MHz-Versionen unterscheiden. Der Takt, fuer den ein konkreter
         Chip spezifiziert ist, laesst sich ueber das CPUID-Kommando leider nicht
         feststellen, so dass damit nur die Chip-Familie angegeben werden
         kann. Ab Kernel 2.2 gibt es in /proc/cpuinfo einen alternativen
         Eintrag: "cpu MHz". Der dort angezeigte Wert wird mit Hilfe eines
         CPU-internen Timers ermittelt und gibt die tatsaechliche Taktfrequenz
         (naeherungsweise) an. Der dazu verwendete Timer ist jedoch nicht in
         allen CPU-Typen vorhanden, so dass diese Funktion nicht bei allen
         Prozessoren zur Verfuegung steht.
    
    
    2.6  Ich habe gehoert, es gibt Linux auch auf anderen Plattformen wie z.B.
         DEC Alpha, Sun SPARC, MIPS oder m68k. Kann ich meine Linux-Programme
         auch auf diesen Plattformen ausfuehren ?
    
         Grundaetzlich nein. Die verschiedenen Plattformen verwenden
         unterschiedliche Prozessoren und sind daher nicht binaerkompatibel. Fuer
         die Alphas gibt es eine Intel-Emulation, mit der auch Linux-Programme
         fuer Intel-Prozessoren dort ausgefuehrt werden koennen, aber diese
         ist wohl noch nicht vollkommen ausgereift.
         Sofern zu einem Programm der Sourcecode vorhanden ist, stellt es jedoch
         in der Regel kein Problem dar, ihn auf einer anderen Plattform unter
         Linux zu kompilieren.
         Die verschiedenen Linux/68k-Varianten sind untereinander binaerkompatibel,
         d.h. ein auf einem Amiga unter Linux/68k kompiliertes Programm laeuft auch
         z.B. auf einem Atari TT unter Linux/68k und umgekehrt.
    
    
    2.7  Ich bekomme beim Compilieren die Meldung, es sei ein "Signal 11"
         aufgetreten. Was bedeutet das ?
    
         Das weist haeufig auf fehlerhafte Hardware hin (z.B. defekte oder zu
         langsame Speicherchips). Zu Signal 11 gibt es eine ausfuehrliche FAQ
         unter http://www.bitwizard.nl/sig11/.
         Enthaelt der Rechner einen AMD K6 aelterer Bauart und mehr als 32MB
         RAM, kann es durch einen Fehler im Prozessor zum Auftreten des Signal 11
         kommen. Der Fehler wird u.a. durch einige im gcc vorkommende
         Codesegmente ausgeloest (der K6 haelt die Sequenz faelschlicherweise
         fuer selbstmodifizierenden Code und behandelt sie falsch). Ab der
         Prozessorrevision B9732 (auf dem Prozessor aufgedruckt) ist der Fehler
         behoben. AMD hat fuer die Prozessoren mit dem Fehler einen Umtausch
         angeboten.
    
    
    2.8  Wenn ich unter X arbeite, kommt es manchmal, besonders nach dem Start
         von Netscape, zu einem seltsamen Effekt: ein oder mehrere Fenster werden
         in Falschfarben dargestellt. Wenn ich den Mauszeiger dann auf eines
         dieser Fenster bewege, stimmen die Farben in diesem Fenster wieder,
         aber alles andere wird in Falschfarben dargestellt. Woran liegt das?
    
         Dieser Effekt tritt auf, wenn Programme mehr Farben benutzen moechten,
         als zur Verfuegung stehen. Wird der X-Server mit 8 Bit Farbtiefe
         betrieben (die Normaleinstellung), stehen maximal 2 hoch 8 = 256 Farben
         gleichzeitig zur Verfuegung. Wenn bereits alle verfuegbaren 256
         "Farbtoepfe" vergeben sind, kann ein Programm keine weiteren Farben mehr
         fuer sich reservieren. Um dieses Problem zu umgehen, kann ein Programm
         eine "private Colormap" anfordern. Dann erhaelt das Programm eine eigene
         Farbpalette von 256 Farben nur fuer sich. Da aber tatsaechlich nur 256
         Farben gleichzeitig dargestellt werden koennen, muss, sobald ein
         Programm bzw. dessen Fenster aktiviert wird, auf dessen Farbpalette
         umgeschaltet werden, die sich von denen der anderen Programme
         unterscheidet, so dass die Fenster der uebrigen Programme in
         Falschfarbendarstellung erscheinen.
         Netscape reserviert sehr viele Farben fuer sich, so dass das Problem
         haeufig nach dem Start von Netscape auftritt.
    
         Loesen laesst sich das Problem durch Betrieb des X-Servers in einer
         hoeheren Farbtiefe (16 Bit/65536 Farben oder 24Bit/16,7 Millionen
         Farben). Wer X auf der Kommandozeile startet, kann einen entsprechenden
         Parameter uebergeben: startx -- -bpp 16 (fuer 65536 Farben) oder
                               startx -- -bpp 24 (fuer 16,7 Mio. Farben).
         Je nach Karte muss man statt "-bpp 24" "-bpp 32" angeben.
    
         Ab XFree 3.2 kann auch durch den Parameter "DefaultColorDepth "
         in der XF86Config der X-Server standardmaessig in entsprechender Farbtiefe
         (16/24/32 Bit) gestartet werden, so dass die Kommandozeilenoption bei
         startx nicht mehr noetig ist.
    
         Leider werden nicht alle von XFree grundsaetzlich unterstuetzten
         Karten auch in Farbtiefen ueber 8 Bit unterstuetzt.
         Im Zweifel helfen die Manpages zu XFree oder Ausprobieren weiter.
         Wenn der X-Server eine bestimmte Farbtiefe nicht unterstuetzt, gibt
         er beim Start eine entsprechende Fehlermeldung aus.
    
         Falls die eigene Karte nicht in mehr als 8 Bit Farbtiefe unterstuetzt
         wird, laesst sich das Problem bei Netscape durch die Option
         "-no-install" umgehen. Mit diesem Parameter legt Netscape keine
         eigene Farbpalette an, sondern versucht, mit den vorhandenen Farben
         auszukommen, allerdings kann es dabei natuerlich passieren, dass
         einzelne von einer Webseite geforderte Farben dann nicht verfuegbar
         sind.
    
    
    2.9  Warum stuerzt mein Netscape 3 dauernd ab, besonders, wenn ich
         Java-Applets ausfuehren moechte?
    
         Netscape 3 ist mit sehr alten Linux-Libraries gelinkt und kommt mit
         einigen Neuerungen bzw. Fehlerkorrekturen in den neueren Libs nicht
         klar. Die Loesung des Problem ist, Netscape 3 mit den alten Libraries
         zu starten. Wie das im Detail funktioniert, ist im WWW unter
         http://members.ping.at/theofilu/netscape.html beschrieben.
    
    
    2.10 Warum kann ich aus Netscape 3 heraus auf einmal nicht mehr im
         Postscriptformat drucken ? Weder Ghostscript noch ein
         Postscriptdrucker akzeptieren die erzeugten Daten.
    
         Vermutlich sind die Locales (vgl. den Punkt "Warum stellt mein Tin
         statt Umlauten nur Fragezeichen dar ?") auf ein Zahlenformat mit dem
         Komma als Dezimaltrenner eingestellt. Netscape 3 hat einen Fehler,
         der bewirkt, dass die Locale-Einstellung des Dezimaltrenners
         faelschlicherweise auch fuer die Erzeugung von Postscript-Kommandos
         (und den dazugehoerigen Koordinaten) verwendet wird. Postscript
         erfordert aber immer einen Punkt als Dezimaltrenner, so dass
         fehlerhafter Postscript-Code erzeugt wird.
         Abhilfe schafft, vor dem Starten von Netscape die entsprechene
         Locale-Einstellung mittels "export LC_NUMERIC=C" (bash) bzw. "setenv
         LC_NUMERIC C" (csh) auf "Standard" (d.h. Punkt als Dezimaltrenner) zu
         aendern. Man sollte nur daran denken, sie danach wieder auf den
         korrekten Wert zu setzen. Eine mit weniger Schreibaufwand verbundene
         Alternative dazu ist, Netscape mittels "LC_NUMERIC=C netscape" (bash)
         oder "env LC_NUMERIC=C netscape" (tcsh) aufzurufen. Auf Dauer laesst
         sich das Problem am einfachsten loesen, indem man die
         Environmentvariable LC_NUMERIC in einem kleinen Shell-Wrapper setzt,
         wie er im vorhergehenden Punkt ("Warum stuerzt mein Netscape 3 dauernd
         ab?") ohnehin verwendet wird.
    
    
    2.11 Warum funktionieren unter XFree bei 16Bit Farbtiefe (65535 Farben)
         die hoeheren Aufloesungen nicht mehr, obwohl sie unter Windows mit
         der gleichen Hardware moeglich sind ?
    
         Wenn XFree beim Start des X-Servers eine Meldung der Art
    
         (--) S3: Clock for mode "1024x768" is too high for the configured
              hardware.
              Limit is  80.000 MHz
         (--) S3: Removing mode "1024x768" from list of valid modes.
    
         ausgibt, liegt es daran, dass nach der Spezifikation des
         Grafikchip-Herstellers die maximale "Pixelclock", d.h. die maximale
         Taktrate, mit der der RAMDAC (der Teil der Grafikkarte, der fuer das
         Auslesen der Pixeldaten und deren Umwandlung in ein Bildsignal
         zustaendig ist) betrieben werden darf, bei hoeheren Farbtiefen als
         8 Bit begrenzt ist. So duerfen beispielsweise die S3 Trio64-Chips
         bei 8 Bit Farbtiefe mit 135 MHz Pixelclock betrieben werden, bei 16 Bit
         Farbtiefe aber nur noch mit maximal 80 MHz.
         In dem obenstehenden Beispiel ist fuer den Modus "1024x768" in der
         XF86Config eine Pixelclock von mehr als 80 MHz eingetragen, was bei 16
         Bit Farbtiefe das Limit ueberschreitet, weshalb XFree den Modus nicht
         zulaesst.
         Haeufig halten die Windows-Treiber die Spezifikation des Chipherstellers
         im Gegensatz zu XFree nicht ein, so dass sie auch in 16 Bit mehr als den
         eigentlich erlaubten Takt zulassen. Das funktioniert in der Praxis zwar
         meistens, muss es aber nicht immer und kann zum fruehzeitigen Defekt der
         Grafikkarte fuehren, da der Chip bei zu hohem Takt ueberhitzt werden
         kann (die in Waerme umgesetzte Verlustleistung steigt mit der Frequenz).
    
         Ab XFree 3.3.1 gibt es eine Option, mit der man die maximale Taktrate,
         die man seiner Grafikkarte in Abhaengigkeit von der Farbtiefe
         zumuten will, in der XF86Config einstellen kann. Die Benutzung erfolgt
         auf eigene Gefahr. Wer die vorgesehenen Limits ueberschreiten will,
         sollte genau wissen, was er tut!
    
         Im o.g. Beispiel (S3 Trio 64) laesst sich bei 80MHz Pixelclock immer
         noch ein 1024x768-VESA-Modus mit 70Hz Bildwiederholfrequenz nutzen.
         Mit einer angepassten Modeline sind auch noch 75 oder 76 Hz moeglich.
    
    
    2.12 Warum zeigt mein Rechner einen geringeren (hoeheren) BogoMips-Wert an
         als ein Rechner mit einem anderen Prozessor, obwohl mein Rechner
         tatsaechlich schneller (langsamer) ist?
    
         Der BogoMips-Wert ist kein Mass fuer die Geschwindigkeit des Rechners,
         daher auch die Bezeichnung _Bogo_, das kommt vom engl. Wort "bogus",
         was unsinnig, falsch oder irrefuehrend bedeutet. Der Wert ist vom
         verwendeten Prozessortyp abhaengig und zwischen verschiedenen
         Prozessortypen nicht vergleichbar (beispielsweise liefert ein
         486DX4-100 einen hoeheren BogoMips-Wert als ein Pentium 100, obwohl
         der Pentium deutlich schneller ist, noch extremer ist der Vergleich
         zwischen einem AMD-K5 und einem Pentium)
    
    
    2.13 Welche Linux-Distribution ist die beste ?
    
         Es gibt keine "beste" Linuxdistribution, das ist eine Frage der
         persoenlichen Vorlieben. Die verschiedenen Distributionen haben
         unterschiedliche Schwerpunkte, jeder muss fuer sich entscheiden,
         was ihm besser gefaellt. Haeufig ist es sinnvoll, sich zumindest
         etwas an dem zu orientieren, was Bekannte benutzen, da man so
         einfacher Anprechpartner bei Problemen findet, ohne dabei die
         Besonderheiten verschiedener Distributionen beachten zu muessen,
         welche in manchen Faellen fuer Einsteiger etwas verwirrend sein
         koennen. Die in Deutschland am weitesten verbreiteten Distributionen
         duerften nach den News zu urteilen Debian, RedHat und Suse
         sein (Aufzaehlung in alphabetischer Reihenfolge).
    
    
    2.14 Ich habe mir ein kleines Testprogramm compiliert, aber wenn ich es
         aufrufe, passiert gar nichts. Warum ?
    
         Ein haeufig unter Linux (und natuerlich anderen Unix-Derivaten)
         gemachter Fehler ist es, ein Programm "test" zu nennen. Es gibt ein
         Systemkommando mit dem Namen "test", das einen logischen Ausdruck
         auswertet und mit dem man z.B. ueberpruefen kann, ob eine bestimmte
         Datei existiert (und noch einiges mehr). Wenn man ein Programm "test"
         nennt und es aufruft, wird der eingestellte Suchpfad (enthalten in der
         Shellvariable PATH) von vorne nach hinten durchsucht, bis ein
         Programm mit dem Namen "test" gefunden wird. Das Verzeichnis, in dem
         sich das Systemkommando "test" befindet, steht in der PATH-Variable in
         der Regel weiter vorne als das eigene Home- oder Arbeitsverzeichnis, so
         das nicht das gerade selbst compilierte Programm ausgefuehrt wird,
         sondern das System-"test". Dieses erzeugt keine Ausgabe, sondern setzt,
         je nach dem Ergebnis des als Parameter uebergebenen logischen
         Ausdrucks, lediglich einen Fehlercode, den man in der Shell abfragen
         kann. Es sieht also so aus, als ob das Programm nichts tut.
         Bei manchen Shells ist "test" auch ein in die Shell integrierter
         Befehl, so dass bei der Eingabe von "test" ueberhaupt kein externes
         Programm ausgefuehrt wird. Dies laesst sich umgehen, indem das
         aufzurufende Programm mit vollem Pfad ("/foo/test") bzw. in dem
         entsprechenden Verzeichnis mit "./test" aufgerufen wird (vgl. auch
         den Punkt 2.15 der FAQ).
    
    
    2.15 Warum kann ich ein Programm als "normaler" User starten, aber nicht
         als root ?
    
         Wenn das Programm im aktuellen Verzeichnis steht, ist es warscheinlich
         so, dass der Suchpfad fuer den "normalen" Benutzer das Verzeichnis ".",
         d.h. das jeweils aktuelle Verzeichnis, enthaelt, der Suchpfad fuer
         root aus Sicherheitsgruenden aber nicht. Unter Linux/Unix ist es
         standardmaessig so, dass das aktuelle Verzeichnis NICHT im Suchpfad
         steht, da man andernfalls sehr einfach ein "trojanisches Pferd"
         mit einem gebraeuchlichen Namen irgendwo ablegen koennte und nur
         darauf warten muesste, dass root im entsprechenden Verzeichnis
         (versehentlich) das Programm startet. Bsp: ein trojanisches Pferd
         mit dem Namen "sl" (ls als "Dreher") in /tmp. Sobald root in /tmp
         waere und versehentlich "sl" statt "ls" tippt, kann das trojanische
         Pferd alles tun, was es moechte, da es Root-Rechte hat, so z.B.
         irgendwo eine SUID-root-Shell anlegen o.ae.
         Moechte man das Programm trotzdem starten, kann man es explizit mit
         voller Pfadangabe aufrufen ("/foo/bar/Programm") oder in Kurzform mit
         "./Programm", da der Punkt fuer das aktuelle Verzeichnis steht.
    
    
    2.16 Unterstuetzt Linux FAT32 (das mit Win95b a.k.a. OSR2 eingefuehrte
         "neue" Dateisystem) ?
    
         Ja, ab Kernel 2.0.35. Fuer aeltere Kernelversionen gibt es
         entsprechende Patches, jedoch ist es ratsam, statt der Verwendung
         des Patches auf Kernel 2.0.35 oder neuer upzudaten.
    
    
    2.17 Welche Libc-Version ist neuer: 5.4.4 oder 5.4.38 ?
    
         Libc 5.4.38 ist neuer. Die verschiedenen Versionsteile bzw.
         "minor releases" sind bei der libc immer durch Punkte getrennt,
         d.h. 38 ist als "achtunddreissig" zu verstehen, nicht als
         "drei acht".
    
    
    2.18 Welchen Zweck hat die Datei /proc/kcore und warum belegt sie soviel
         Platz auf meiner Platte ?
    
         Die Dateien in /proc sind nur virtuell, d.h. sie belegen keinen
         Plattenplatz, auch wenn sie scheinbar eine Laenge haben. Der Inhalt
         der Dateien in /proc wird vom Kernel bei Bedarf generiert. /proc/kcore
         ist ein Abbild des Hauptspeichers, d.h. die Datei ist genauso gross,
         wie der vorhandenen Hauptspeicher (plus 4 kB).
         Das Proc-Dateisystem hat den Zweck, den Zugriff auf Systeminformationen
         mit "normalen" Dateioperationen zu ermoeglichen, so dass man sie z.B.
         leicht in Skripten verwenden kann.
    
    
    2.19 Ich moechte StarOffice 3.1 installieren, das Setup-Programm bricht aber
         immer mit einem Skript-Fehler in Zeile 1 ab.
    
         Die vorhandene libc ist zu alt, StarOffice benoetigt mindestens
         libc 5.4.4.
    
    
    2.20 StarOffice 3.1 ist installiert, wird aber beim Aufruf nicht gefunden
         oder meldet, es koenne eine Bibliothek nicht oeffnen.
    
         Das StarOffice-Setup muss fuer jeden Benutzer einmal ausgefuehrt werden,
         der genaue Aufruf ist in dem README des StarOffice-Paketes beschrieben.
         Dabei werden im Homeverzeichnis des jeweiligen Benutzers zwei
         Dateien ".sd.sh" und ".sd.csh" angelegt. Bei Verwendung der bash
         muß ".sd.sh" vor dem Start von StarOffice aufgerufen werden und
         zwar durch ". ~/.sd.sh", bei der tcsh entsprechend ".sd.csh"
         mittels "source ~/.sd.csh".
    
    
    2.21 Warum habe ich bei StarOffice 3.1 englische Menues, obwohl ich die
         "German"-Pakete installiert habe ?
    
         StarOffice orientiert sich an den vorhandenen Einstellungen fuer die zu
         verwendende Sprache. Mit "export LANG=de" in der bash (bzw. dauerhaft
         durch Aufnahme in eines der Shell-Startupscripte) bietet SO auch
         deutsche Menues. Bei der tcsh erreicht man dies analog durch das
         Kommando "setenv LANG de".
    
    
    2.22 Warum kann ich mich nicht als root ueber telnet einloggen ?
    
         Das ist ein Sicherheitsfeature. So wird verhindert, dass man direkt
         mit einem Brute-Force-Attack versuchen kann, das Root-Passwort heraus-
         zubekommen. Man muss sich als normaler User einloggen und dann mit
         "su -l" Root-Rechte erlangen, wobei das Root-Passwort abgefragt wird.
         Ein Eindringling muss somit mindestens zwei Passworte knacken, um root
         zu werden. Sinnvollerweise ist das Root-Passwort dabei natuerlich ein
         anderes als das User-Passwort.
         Immer daran denken: wer selbst (z.B. ueber PPP) ins Netz kommt,
         ermoeglicht damit auch Anderen, an den eigenen Rechner zu kommen.
    
    
    2.23 Warum kann ich meine CD nicht mehr aus meinem CD-Laufwerk nehmen ?
    
         Wenn eine CD mit dem Kommando "mount" in den Verzeichnisbaum eingebunden
         ist (manche Distributionen machen das beim Booten automatisch, falls
         eine CD eingelegt ist), ist der Auswurfknopf des Laufwerks gesperrt,
         damit die CD nicht versehentlich entnommen werden kann. Dies hat mehrere
         Gruende: Bei einem beschreibbaren Wechselmedium (MO, PD, ZIP etc.)
         darf dieses erst entnommen werden, wenn alle Puffer auf das Medium
         zurueckgeschrieben wurden (Linux arbeitet mit Write-Cache, d.h. Daten
         werden nicht immer sofort auf das Medium geschrieben, sondern zunaechst
         nur im Hauptspeicher gesammelt und erst bei Bedarf auf das Medium
         geschrieben). Erst nach dem Unmounten des Mediums (mit umount) kann man
         sicher sein, dass die Daten auch wirklich geschrieben wurden, so dass
         das System die vorherige Entnahme des Mediums verhindert.
         Ausserdem wird so verhindert, dass einem anderen Prozess bzw. dessen
         Benutzer, der noch Dateien auf dem Medium geoeffnet hat, dieses entzogen
         wird, was zu Programmfehlern und ggf. Datenverlust fuehren wuerde.
         Wenn ein umount-Befehl ausgefuehrt wurde, kann man sicher sein, dass
         keine Dateien auf dem Medium mehr geoeffnet waren.
         Der Befehl zum Unmounten lautet "umount ", wobei
          dasjenige ist, in das die CD "eingeklinkt" wurde, in der
         Regel "/cdrom".
         Einige aeltere CDROM-Laufwerke unterstuetzen die Verriegelung des
         Auswurfknopfes nicht, dennoch sollte auch hier immer erst ein
         "umount"-Kommando ausgefuehrt werden, bevor das Medium entnommen wird.
    
    
    2.24 Warum kann ich keine ZIP-Disk mounten, obwohl der Kernel das
         Laufwerk beim Booten ordnungsgemaess erkannt hat ? Ich erhalte
         beim Mountversuch lediglich die Meldung "mount: wrong fs type,
         bad option, bad superblock on /dev/hdc, or too many mounted file
         systems".
    
         ZIP-Medien sind standardmaessig partitioniert wie eine Festplatte,
         d.h. man muss beim Mounten die Partition und nicht nur das Geraet
         angeben. Gegeben sei ein ATAPI-ZIP als Master am sekundaeren
         Controller, also waere das ZIP-Laufwerk ueber /dev/hdc anzusprechen.
         Bei Medien von Iomega ist die Partition an vierter Stelle in der
         Partitionstabelle angelegt, d.h. der Mount-Befehl muesste
         mount /dev/hdc4 /mnt lauten. Bei Fremdherstellermedien kann die
         Partitionsnummer eine andere sein.
    
    
    2.25 Was bedeutet die Meldung "/dev/hdaX has reached maximal mount count;
         check forced" beim Booten ?
    
         Beim Booten wird normalerweise das Programm fsck (FileSystemChecK)
         aufgerufen, welches ueberprueft, ob die interne Struktur des
         Dateisystems noch konsistent ist. Wenn Linux korrekt beendet wird und
         die Platten sauber "unmounted" sind, wird auf der jeweiligen
         Partition eine Markierung gesetzt, die "alles ok" besagt
         ("Clean-Flag"). Wenn diese Markierung vorhanden ist, nimmt fsck beim
         naechsten Aufruf keine detaillierte Ueberpruefung der Partition vor.
         Da sich eventuell aber doch irgendwann ein Fehler eingeschlichen
         haben koennte, wird nach einer gewissen Anzahl von Mountvorgaengen
         ("maximal mount count")  trotzdem eine Pruefung durchgefuehrt, auch
         wenn die Markierung "alles ok" signalisiert (daher die Meldung "check
         *forced*"). Die Ueberpruefung kann bei grossen Partitionen mit vielen
         Dateien durchaus einige Minuten dauern. Die Anzahl der Mountvorgaenge,
         nach denen zwangsweise ein fsck-Lauf stattfindet, laesst sich mit
         Hilfe des Programms tune2fs einstellen.
    
    
    2.26 Nach einer Weile funktioniert meine Maus unter X nicht mehr richtig,
         ich kann keine Fenster mehr verschieben und auch (manche) Knoepfe
         nicht mehr betaetigen. Woran liegt das ?
    
         Wahrscheinlich ist NumLock (Taste oben links am 10er-Tastenblock auf
         der Tastatur) aktiviert. Unter X11 ist die NumLock-Taste (genau wie
         Shift, Ctrl, Alt etc.) ein sogenannter "Modifier-Key", d.h. eine Taste,
         die einer anderen Taste eine andere Bedeutung verleiht. Eine
         Maustaste ist auch eine "Taste" in diesem Sinne, so dass
         "NumLock+Maustaste" etwas Anderes ist als "Maustaste". Wenn ein
         Programm so geschrieben bzw. konfiguriert ist, dass es bei
         Mausereignissen (z.B. Maustaste gedrueckt) die Modifier-Keys nicht
         ignoriert, tritt das oben beschriebene Verhalten auf.
         Beim Windowmanager FVWM2 kann man z.B. fuer die windowmanager-eigenen
         Funktionen angeben, auf welche Modifier reagiert werden soll. Naehere
         Informationen dazu bietet die Manpage unter dem Schluesselwort "Key".
    
    
    2.27 Ich benutze fuer meinen Internetzugang ISDN mit SyncPPP (ipppd) und
         Dial-On-Demand. Das funktioniert auch, aber nur einmal. Sobald die
         Verbindung abgebaut wurde, wird sie nicht automatisch wieder
         aufgebaut.
    
         Beim Abbau der Verbindung wird vom ipppd die Defaultroute auf das
         ISDN-Interface geloescht, so dass weitere IP-Pakete keinen neuen
         Verbindungsaufbau triggern koennen, da sie mangels Route nicht auf
         das ISDN-Interface geleitet werden. Abhilfe: in /etc/ppp/ip-down
         die Defaultroute wieder auf das ISDN-Interface setzen.
         /etc/ppp/ip-down wird vom ipppd nach dem Abbau der Verbindung
         automatisch ausgefuehrt.
    
    
    2.28 Ich habe einen Kernel mit Unterstuetzung fuer APM ("advanced power
         management"), aber es funktioniert nicht bzw. nicht korrekt.
    
         Die APM-Funktionen arbeiten in der Regel nur, wenn im BIOS des
         Rechners ebenfalls APM aktiviert wurde. Weitere Informationen zu
         APM im Allgemeinen und auf Laptops im Besonderen finden sich
         im Battery-Powered Mini-HOWTO, welches in den meisten Distributionen
         irgendwo unterhalb des Verzeichnisses /usr/doc liegt, sowie auf der
         Linux-Laptop-Page (vgl. Punkt 3.7 der FAQ).
    
    
    2.29 Wie kann ich ein ext2-Dateisystem defragmentieren ?
    
         Es gibt dazu ein Programm im Alphastadium auf sunsite.unc.edu,
         allerdings wird von der Benutzung regelmaessig abgeraten, sowohl
         wegen der damit verbundenen Gefahren als auch aus grundsaetzlichen
         Erwaegungen, welche ein Text von Kristian Koehntopp erklaert, zu
         finden in der S.u.s.e-Support-Datenbank unter
         http://www.suse.de/Support/sdb/ext2frag.html.
    
    
    2.30 In meiner Shell kann ich keine Umlaute eingeben und die "Del"/"Entf"-
         Taste arbeitet nicht so, wie sie soll (das Zeichen unter dem Cursor
         loeschen). Wie kann ich das aendern ?
    
         Das laesst sich (zumindest fuer die Standard-Shell unter Linux, die
         bash) aendern, in dem man in die Datei .inputrc im Homeverzeichnis
         die folgenden Zeilen eintraegt:
         set meta-flag on
         set convert-meta off
         set output-meta on
         "\e[3~": delete-char
    
    
    2.31 Warum kann ich ein RPM-Paket, das ich gerade mit
         "rpm -i foo-1.0-1.i386.rpm" installiert habe, nicht mit
         "rpm -e foo-1.0-1.i386.rpm" wieder deinstalliern ?
         RPM meldet nur: "package foo-1.0-1.i386.rpm is not installed".
    
         RPM unterscheidet zwischen dem Namen der Datei und dem Namen des
         Paketes. Dies ermoeglicht es z.B., ein RPM-Paket auch mit verkuerztem
         Namen auf einer DOS-Diskette abzuspeichern und es trotzdem mit dem
         korrekten Namen zu installieren. Der Name des Paketes ist in der Datei
         abgelegt und kann mit "rpm -qp foo-1.0-1.i386.rpm" abgefragt werden.
         Im vorgenannten Beispiel soll das Paket "foo-1.0-1" heissen, so dass
         die Deinstallation einfach mittels "rpm -e foo-1.0-1" oder auch mit
         der Kurzform "rpm -e foo" (Weglassen der Versionsnummern) erfolgen kann.
    
    
    2.32 Warum kann ich KDE nicht starten ? Das Kommando "startkde" bringt
         etliche Fehlermeldung der Art "k*: cannot connect to X server".
    
         KDE ist ein "Desktop-Environment", d.h. es setzt auf einem laufenden
         X-Server auf. Das Script "startkde" startet nicht den X-Server,
         sondern lediglich die KDE-eigenen Programme.
         Am einfachsten ist es, "startkde" in die Datei .xinitrc bzw. .xsession
         im Homeverzeichnis einzutragen. Bei Distributionen, die beim Start
         von X die Variable "WINDOWMANAGER" auswerten (z.B. Suse), genuegt es,
         diese auf "startkde" zu setzen, da diese Variable in .xinitrc bzw.
         .xsession ausgewertet wird.
    
    
    2.33 Wie kann ich auf der Kommandozeile (d.h. ohne X-basierte Programme
         verwenden zu muessen) ftp ueber einen Proxy benutzen ?
    
         In diesem Fall bietet sich Lynx an. Lynx ist ein Webbrowser fuer
         die Textkonsole, der auch ftp uber ftp-faehige http-Proxies beherrscht.
         Um Lynx den passenden Proxy bekanntzumachen, muss man lediglich die
         beiden Shell-Variablen http_proxy und ftp_proxy auf die URL des
         jeweiligen Proxies setzen, z.B. so:
         bash> export http_proxy=http://mein.http.proxy.de:8080/
         bash> export ftp_proxy=http://mein.http.proxy.de:8080/
         Alternativ kann man die Proxies fuer lynx auch in /etc/lynx.cfg
         setzen.
         Eine andere Moeglichkeit ist die Verwendung des Programms wget, das
         entgegen seinem Namen nicht nur mit Web- sondern auch mit ftp-Servern
         und entsprechenden Proxies umgehen kann.
    
    
    2.34 Bei Anleitungen zur Netzwerkkonfiguration findet man haeufig Angaben
         wie 192.168.1.0/24. Was bedeutet das "/24"?
    
         Es handelt sich hier um eine Kurzschreibweise der Netzmaske. Die Zahl
         steht fuer die Anzahl der 1-Bits, die in der Netzmaske den Netzwerkteil
         der davorstehenden Adresse angeben. In diesem Beispiel sind es 24
         1-Bits, die Netzmaske ist also in binaerer Schreibweise
         11111111.11111111.11111111.00000000 bzw. dezimal 255.255.255.0.
    
    
    2.35 Warum kann ich in Netscape 4 weder Mail- noch Newsserver angeben?
         Netscape meldet nur 'Mail host "foo" is unknown', 'News host "foo"
         is unknown' bzw. ' proxy "foo" is unknown'.
    
         Netscape 4 versucht offenbar, die eingegebenen Hostnamen sofort
         aufzuloesen, um die IP-Adresse zu ermitteln, was im Offline-Betrieb
         ohne Zugriff auf einen Nameserver in der Regel nicht moeglich ist
         und zu der vorgenannten Fehlermeldung fuehrt. Die entsprechenden
         Einstellungen muessen also entweder im Online-Betrieb vorgenommen
         werden, oder die entsprechenden Hostnamen muessen zusammen mit
         ihren IP-Adressen in /etc/hosts eingetragen werden, so dass auch
         im Offline-Betrieb eine Namensaufloesung moeglich ist. Alternativ
         kann man in den Netscape-Preferences auch direkt die IP-Adresse
         des jeweiligen Mail- bzw. Newsservers angeben.
    
    
    2.36 Warum werden Textdateien im Querformat (jeweils 2 Seiten auf einem
         A4-Blatt) gedruckt und wie kann man das aendern?
    
         Das ist abhaengig von der Konfiguration des Druckerfilters. Bei
         Systemen, die Apsfilter verwenden (z.B. SuSE), kann man das in
         der Datei /etc/apsfilterrc konfigurieren. Dort gibt es einen
         Eintrag "FEATURE", bei dem die verschiedenen Moeglichkeiten
         in den Kommentarzeilen beschrieben sind.
    
    
    2.37 Wie kann ich auf meine DOS-formatierten Disketten zugreifen?
    
         Eine Diskette ist fuer Linux prinzipiell nichts anderes als jeder
         andere Datentraeger, d.h. man kann eine Diskette genauso mounten, wie
         eine Festplattenpartiton. In diesem Fall muss nur der passende
         Dateisystem-Typ angegeben werden, also z.B. so:
         mount -t vfat /dev/fd0 /mnt/floppy.
         Dabei steht vfat fuer lange Dateinamen in Windows95-Art und das
         Verzeichnis /mnt/floppy muss existieren. Vor dem Entnehmen der
         Diskette muss diese _unbedingt_ mittels "umount /mnt/floppy"
         wieder unmounted werden, sonst kann es zu Datenverlusten kommen !
         Da es doch recht umstaendlich ist, auf diese Art auf Disketten
         zuzugreifen, gibt es die mtools. Das sind Befehle, die den
         wichtigsten DOS-Befehlen mit einem vorangestellten "m" entsprechen,
         also z.B. mdir, mcopy, mtype etc. Damit kann man, ohne die Diskette
         mounten zu muessen, z.B. eine Datei von Diskette auf die Platte
         kopieren: "mcopy A:foo.txt /tmp/".
    
    
    2.38 Wie kann ich LILO wieder aus dem MBR entfernen ?
    
         Am einfachsten ist es, MS-DOS zu booten und "fdisk /MBR" aufzurufen.
         Eine hinreichend neue DOS-Version vorausgesetzt, wird damit der MBR
         mit dem Standard-Bootblock ueberschrieben. Diese Funktion von
         fdisk ist AFAIK nicht offiziell dokumentiert und funktioniert mit
         einigen fdisk-Versionen nicht.
         Soweit unter Linux ein Backup des Original-Bootblocks vorhanden ist,
         kann dieser auch unter Linux wie im README zu lilo beschrieben per
         dd wieder installiert werden.
    
    
     2.39 Ich kann keinen Kernel mehr kompilieren: nach "make zImage" meldet
          das System "System is too big. Try using bzImage or modules."
    
          Die Meldung besagt, dass das erzeugte Kernel-Image zu gross ist.
          Bei der traditionellen Methode der Kernelerzeugung darf der
          resultierende Kernel maximal 512kB gross sein, ist er groesser,
          kann er von der Initialisierungsroutine nicht mehr korrekt entpackt
          werden. Um dieses Problem zu loesen, gibt es zwei Alternativen:
          entweder man erzeugt mehr Treiber als Module und verkleinert damit
          das erzeugte Kernel-Image oder man verwendet statt "make zImage"
          (bzw. "make zlilo" oder "make zdisk") "make bzImage" (respektive
          bzlilo oder bzdisk). Dabei wird ein anderes Speicherlayout
          verwendet, welches auch groessere Kernel-Images zulaesst. Die
          Bezeichnung "bzImage" steht dabei fuer "big zImage", hat also nichts
          mit bzip2 zu tun. Heutzutage ist es weitgehend unproblematisch,
          generell "make bzImage" statt "make zImage" zu verwenden, lediglich
          aeltere LILO- und Loadlin-Versionen koennen damit nicht umgehen.
    
    
     2.40 Wie kann ich auf meinen Streamer zugreifen?
    
          Haeufig wird gefragt, wie denn ein Streamerband gemounted werden
          kann. Die Antwort ist recht einfach: gar nicht (zumindest nicht
          unter Linux).
          Ein Streamer ist unter Linux ein sogenanntes Character-Device,
          d.h. es gibt darauf kein Dateisystem, das man mounten koennte.
          Zum Schreiben auf und zum Lesen vom Band verwendet man entsprechende
          Programme, z.B. tar und cpio. Fuer diese Programme ist ein Streamer
          eine "Blackbox", d.h. dass z.B. tar nicht weiss, an welche Stelle
          auf dem Band gerade geschrieben wird und tar kann das Band auch
          nicht vor- oder zurueckspulen. Fuer Bandoperationen (vor- oder
          zurueckspulen, loeschen, Suchen einer bestimmten Bandstelle, etc.)
          gibt es das Programm "mt" (magnetic tape). Fuer mt ist das Band
          wiederum eine Blackbox: mt kennt nicht die Daten auf dem Band, es
          kennt aber z.B. die Position des Bandes. Tar und mt ergaenzen sich
          daher.
          Bei beiden Programmen muss man das zum Streamer gehoerende Device
          angeben. Wie das Device heisst, haengt von der Art des Streamers ab.
          Der erste SCSI-Streamer im System heisst /dev/st0, ein QIC-80- oder
          Travan-Floppystreamer wird ueber /dev/ftape angesprochen und einer
          der bisher noch recht seltenen ATAPI-Streamer heisst z.B. /dev/hdb,
          d.h. er erhaelt die Bezeichnung, die eine Festplatte an gleicher
          Stelle erhalten wuerde. Bei den Device-Bezeichnungen muss noch eine
          wichtige Unterscheidung getroffen werden: die bisherigen Beispiele
          sind sogenannte "rewinding devices", d.h. nach dem Ende jeder
          Schreib- oder Leseoperation wird das Band automatisch an den Anfang
          zurueckgespult, so dass ein weiterer Schreibvorgang die vorhandenen
          Daten ueberschreiben wuerde. Moechte man, dass das Band nach dem
          Ende eines Schreib- oder Lesevorgangs an der Stelle stehen bleibt,
          an der es zuletzt war, muss als Device das entsprechende
          "nonrewinding device" angegeben werden, also z.B. /dev/nst0 oder
          /dev/nftape.
    
          Wie bekommt man jetzt die Daten aufs Band? Dazu ein Beispiel mit
          einem SCSI-Streamer:
          - Zurueckspulen des Bandes, falls noch nicht erfolgt:
            bash> mt -f /dev/st0 rewind
    
          - Sichern des Verzeichnisses /etc auf den Streamer:
            bash> cd /; tar -cvf /dev/st0 etc/
            Da als Device /dev/st0 angegeben ist, wird das Band anschliessend
            automatisch zurueckgespult.
    
          - Vergleich der geschriebenen Daten:
            bash> tar -dvf /dev/st0
            Die Option "-dv" bei tar bewirkt, dass die jeweils gerade
            ueberpruefte Datei auf dem Bildschirm ausgegeben wird. Falls eine
            Abweichung zwischen Band und Platte festgestellt wird, gibt tar
            eine entsprechende Meldung aus.
    
  3. Fragen zur Hardware

    3.1  Funktioniert die Matrox Mystique unter Linux ?
    
         Im Textmodus auf jeden Fall, XFree unterstuetzt die Mystique erstmals
         in Version 3.3.
    
    
    3.2  Funktioniert die Matrox Mystique II unter Linux ?
    
         Im Textmodus auf jeden Fall, XFree unterstuetzt die Mystique II erstmals
         in Version 3.3.1.
    
    
    3.3  Funktioniert die Matrox Millennium II unter Linux ?
    
         Im Textmodus auf jeden Fall, XFree unterstuetzt die Millenium II
         erstmals in Version 3.3.1.
    
    
    3.4  Funktionieren Matrox-Grafikkarten mit dem G100/G200 unter Linux ?
    
         Ab XFree86 3.3.3.1 sind die PCI-G100/G200 laut der XFree86-Homepage
         "fully supported".
    
    
    3.5  Warum haengt sich XFree86 3.3.2 mit meiner Riva128-basierten
         Grafikkarte beim Starten mit einem schwarzen Bildschirm auf ?
    
         Der SVGA-Server aus XFree86 3.3.2 funktioniert mit Karten dieses
         Typs nur, wenn die Grafikkarte vom BIOS exclusiv einen eigenen
         Interrupt zugewiesen bekommt. Dies kann entweder durch entsprechende
         BIOS-Einstellungen oder (bei manchen BIOS-Versionen) durch ein
         Umstecken der Grafikkarte in einen anderen Slot erreicht werden. Die
         Version 3.3.3 behebt dieses Problem.
    
    
    3.6  Wird der Adaptec AHA 2940 U2W (AIC 7890) von Linux unterstuetzt?
    
         Der SCSI Chip aic7890 wird derzeit noch nicht voll unterstuetzt.
         An einem Treiber wird jedoch bereits gearbeitet, der aktuelle Status
         kann unter ftp://ftp.dialnet.net/pub/linux/aic7xxx/7890-Status
         eingesehen werden.
    
    
    3.7  Funktioniert Linux auf meinem Laptop ?
    
         Informationen zur Lauffaehigkeit von Linux auf Laptops und zu den
         besonderen Problemen von Laptops finden sich auf der Linux-Laptop-Page
         unter http://www.cs.utexas.edu/users/kharker/linux-laptop/.
    
    
    3.8  Wie bekomme ich X mit mehr als 320x200 Punkten auf meinem Notebook
         mit Neomagic-Chipsatz zum laufen ?
    
         Ab XFree 3.3.3.1 werden einige Neomagic-Chips unterstuetzt.
    
    
    3.9  Funktionieren GDI-Drucker (auch als "WinPrinter" bezeichnet) unter Linux?
    
         Nein, und sie werden es auch aller Voraussicht nach in naeherer Zukunft
         nicht.
         GDI-Drucker haben keine "Eigenintelligenz" und keinen oder kaum eigenen
         Speicher, sie verstehen daher auch keine Standard-Druckerkommandos. Sie
         funktionieren nur unter Windows mit dem mitgelieferten Treiber,
         unter DOS z.B. sind sie bereits nicht mehr nutzbar.
         Die Datenuebertragung an einen solchen Drucker ist in der Regel sehr
         zeitkritisch und funktioniert in einer echten Multitasking-Umgebung
         meistens nicht sauber.
         Weiterhin sind die verwendeten Protokolle proprietaer, in den meisten
         Faellen nicht bekannt und man muesste fuer jeden Drucker- bzw.
         Protokolltyp einen eigenen Treiber schreiben. Es wird an einer
         Unterstuetzung fuer den HP 820Cxi gearbeitet, Informationen hierzu
         finden sich unter http://www.rpi.edu/~normat/technical/ppa/.
    
    
    3.10 Warum funktioniert mein internes Modem nicht unter Linux ?
    
         Wenn es sich um ein sogenanntes "WinModem" handelt, gilt das gleiche,
         wie im Abschnitt "GDI-Drucker" beschrieben. Ein "WinModem" ist kein
         Modem im herkoemmlichen Sinn (ein Geraet mit einer seriellen
         Schnittstelle, das selbstaendig Daten in Toene und wieder zurueck
         verwandelt und dabei gleichzeitig ggf. Fehler korrigiert). Bei einem
         "WinModem" muss der Prozessor des Computers all diese Aufgaben
         uebernehmen. Die verwendete Hardware ist proprietaer, die Ansteuerung
         ist extrem zeitkritisch und in einer Multitasking-Umgebung wie unter
         Linux derzeit nicht vernuenftig zu realisieren. "WinModems"
         funktionieren nur unter Windows, unter DOS z.B. schon nicht mehr.
    
         Handelt es sich nicht um ein "WinModem", aber um einen plug'n play-Typ,
         kann es sein, dass die Einstellungen fuer IRQ und Basisadresse nicht
         stimmen. Sind diese bekannt, koennen sie dem System mit dem Kommando
         "setserial" uebermittelt werden. Ggf. muss man mit Hilfe der "isapnptools"
         das Modem umkonfigurieren.
    
    
    3.11 Funktioniert das Parallelport-ZIP unter Linux ?
    
         Ja. Wenn ein neuer Kernel mit "make config" konfiguriert wird,
         ist der Parallelport-Treiber unter den anderen SCSI-Treibern zu finden,
         da es sich bei dem Parallelport-ZIP eigentlich um ein SCSI-ZIP mit
         einem Parallelport->SCSI-Wandler handelt.
         Eine Alternative zu dem (vergleichsweise langsamen) Standard-Treiber
         gibt es unter http://www.torque.net/zip.html und unter
         http://www.cyberelk.demon.co.uk/parport.html.
         Zum Zip-Plus gibt es einen Treiber im Beta-Stadium, naehere
         Informationen sind unter http://www.torque.net/~campbell/zip_plus.html
         zu finden. Der Treiber ist Bestandteil von Kernel 2.2.
         Neuere Zip-Laufwerke haben anscheinend eine gegenueber dem
         urspruenglichen Parallelport-ZIP geaenderte Schnittstelle. In diesen
         Faellen soll u.U. die Verwendung des ZIP-Plus-Treibers helfen.
    
    
    3.12 Funktionieren Parallelport-Streamer unter Linux ?
    
         Nicht mit dem in den 2.0.X-Kerneln integrierten FTape-Treiber.
         Unter http://www-math.math.rwth-aachen.de/~LBFM/claus/ftape/
         ist jedoch ein aktuelleres FTape-Paket zu finden, welches
         einige Parallelport-Streamer unterstuetzt (u.a. einige
         Iomega-Ditto-Parallelport-Laufwerke). Genauere Informationen
         zu den unterstuetzten Typen sind dem Paket zu entnehmen.
    
    
    3.13 Kann ich mit meiner ISDN-Karte unter Linux Faxe empfangen?
    
         Der Empfang analoger Faxe mit isdn4linux ist bisher nicht moeglich
         und wird aufgrund der sehr zeitkritischen Analyse der analogen
         Fax-Daten auch auf absehbare Zeit nicht moeglich sein, bisherige
         Versuche zeigen noch keine befriedigenden Ergebnisse. An einem
         Treiber, der auch den Analogteil mancher ELSA-ISDN-Karten
         unterstuetzt, wird gearbeitet. Digitale G4-Faxe werden bisher noch
         nicht unterstuetzt.
    
    
    3.14 Funktioniert die Hauppage Win/TV PCI unter Linux ?
    
         Ja, Treiber dafuer (und fuer andere auf dem Bt848-Chip basierende
         Fernseh/Video-Karten) gibt es im WWW unter
         http://www.thp.uni-koeln.de/~rjkm/linux/bttv.html
         Die Treiber befinden sich zwar offiziell noch in der Entwicklung,
         funktionieren aber auf etlichen Systemen bereits stabil.
         Ab Kernelversion 2.2 sind die Treiber Bestandteil des
         Standardkernels.
    
    3.15 Warum funktionieren unter Linux zwar MO-Medien mit einer Kapazitaet von
         230MB, nicht aber solche mit 640MB ?
    
         Linux unterstuetzt mit Kernel 2.0.x auf MOs nur eine Blockgroesse von
         512 Bytes, wie sie bei den 230MB-Medien verwendet wird, die
         640MB-Medien benutzen jedoch eine Blockgroesse von 2048 Bytes.
         In den 2.2-Kernels befindet sich auch Unterstuetzung fuer Bloecke mit
         2048 Bytes. Als Alternative dazu befinden sich unter
         http://wwwcip.informatik.uni-erlangen.de/~orschaer/mo/
         Patches fuer Kernel 2.0.X. Diese fuehren allerdings zu Problemen beim
         Betrieb von IDE-Platten. Unter
         http://www.uni-ulm.de/~s_mbuck1/linux/patches.html
         befindet sich eine abgeaenderte Version, die dieses Problem nicht mehr
         hat.
         Ab Kernelversion 2.2 sind keine Patches mehr notwendig.
    
         Es wird dazu geraten, beim Erzeugen des Ext2-Filesystems auf einem
         640MB-MO mittels mke2fs explizit eine Blockgroesse von 2048 Bytes
         anzugeben, da es ansonsten zu Problemen kommen kann.
         Ausserdem sind alte a.out-Binaries im QMAGIC-Format nur von Medien
         zu starten, deren Blockgroesse identisch mit der des Geraetes ist, auf
         dem sie erzeugt wurden, da die Headerinformationen im QMAGIC-Format
         abhaengig von der Blockgroesse sind. Mit a.out-ZMAGIC und den aktuellen
         ELF-Binaries tritt das Problem nicht auf.
    
    
    3.16 Wenn ich ein externes SCSI-Geraet (z.B. einen Scanner) erst nach
         dem Booten einschalte, ist es nicht ansprechbar. Wie kann ich es
         trotzdem benutzen ?
    
         Der SCSI-Bus wird normalerweise nur bei der Initialisierung des
         Hostadapters nach Geraeten abgesucht. Initialisiert wird der Hostadapter
         entweder beim Booten, wenn der Treiber fest eincompiliert ist, oder,
         falls er als Modul vorliegt, beim Laden des Moduls. Wenn ein SCSI-Geraet
         zu diesem Zeitpunkt nicht eingeschaltet ist, kann es nicht gefunden werden
    ..
         Neben der unbefriedigenden Loesung, beim Systemstart alle Geraete
         einzuschalten, besteht die Moeglichkeit, dem Kernel auch im laufenden
         Betrieb mitzuteilen, dass nach einem SCSI-Geraet gesucht werden soll.
         Dazu wird das Kommando
    
         "scsi add-single-device    "
    
         in die Pseudo-Datei /proc/scsi/scsi geschrieben. Dabei bedeuten
    
         Host    : die Nummer des Hostadapters (bei nur einem Hostadapter
                   wird hier 0 angegeben),
    
         Channel : die Nummer des SCSI-Kanals auf dem ausgewaehlten Hostadapter
                   (bei einem einkanaligen Adapter, was wohl der haeufigste
                   Fall sein wird, wird eine 0 angegeben),
    
         ID      : die SCSI-ID des neu hinzugekommenen Geraetes,
    
         LUN     : soweit mit LUNs (Logical Unit Numbers) gearbeitet wird,
                   die LUN des hinzugekommenen Geraetes.
    
    
         Um also z.B. einen Scanner mit der SCSI-ID 6 an einem einzelnen
         einkanaligen Hostadapter nachtraeglich anzumelden, genuegt in der
         Shell das Kommando
    
         echo "scsi add-single-device 0 0 6 0 " >/proc/scsi/scsi
    
         Dabei sollte das spaeter eingeschaltete Geraet die hoechste SCSI-ID
         im Strang haben, da es ansonsten zu Problemen mit der Vergabe der
         Device-Namen kommen kann. SCSI-Devicenamen (/dev/sdx fuer Festplatten,
         /dev/stx fuer Streamer, /dev/scdx fuer CDROMs und /dev/sgx fuer
         generic SCSI-Devices wie z.B. Scanner oder CD-Brenner) werden in der
         Reihenfolge der SCSI-IDs vergeben. Damit waere z.B. sda die Platte mit
         der kleinsten SCSI-ID, sdb die Festplatte mit der naechstgroesseren
         SCSI-ID etc. Es gibt aber keine feste Kopplung der Buchstaben an die
         SCSI-ID, sondern es kommt nur auf die Reihenfolge an, d.h. die erste
         Festplatte muss nicht unbedingt ID 0 und die zweite Festplatte ID 1
         haben, sondern sie koennten z.B. auch die IDs 3 und 6 haben.
         Wird jetzt nachtraeglich ein Geraet eingebunden, das eine kleinere
         ID hat, als ein bereits angemeldetes, wuerden sich die Devicenamen
         aller Geraete mit einer hoeheren ID verschieben, was ein ziemliches
         Chaos zur Folge haette.
         WICHTIG: Auch wenn es moeglich ist, nachtraeglich eingeschaltete
         Geraete zu erkennen, duerfen waehrend des Betriebes keine Geraete
         physikalisch an den Bus angeschlossen oder von ihm abgetrennt werden
         (sogenanntes Hot-Plugging), da das zu schweren Hardwareschaeden
         fuehren kann. Dies ist nur mit speziell dafuer ausgelegten Hostadaptern
         und SCSI-Geraeten moeglich.
    
    
    3.17 Seit ich meinen Speicher aufgeruestet habe, ist Linux viel langsamer
         geworden. Unter DOS tritt der Effekt aber nicht auf. Woran liegt das ?
    
         Dieser Effekt tritt auf, wenn mehr Speicher im Rechner vorhanden ist,
         als die Cache-Logik des Mainboards verwalten kann. Das fuehrt dazu,
         dass Speicher, der oberhalb einer gewissen Grenze (haeufig 64MB, bei
         vielen 486er-Boards aber auch schon 32MB) liegt, nicht mehr gecachet
         wird, so dass Zugriffe in diesem Bereich sehr langsam sind.
         Dies ist eine Hardwarebeschraenkung, die nichts mit Linux zu tun hat,
         aber unter Linux sichtbar wird, da Linux den Speicher vollstaendig
         nutzt und viele Daten im oberen Adressraum ablegt. Unter DOS werden
         standardmaessig nur die unteren 640kB verwendet, die natuerlich
         innerhalb des cachebaren Bereichs liegen, und bei der Verwendung von
         EMS/XMS wird der Speicher von unten nach oben belegt, so dass der Effekt
         erst sichtbar wird, wenn ein DOS-Programm wirklich mehr als die o.g.
         Obergrenze verwendet. Ein DOS-Programm, das mehr als 64MB Speicher
         anspricht, ist mir bisher allerdings noch nicht untergekommen.
    
         Bei manchen Boards kann man im BIOS einen Wert fuer die "cacheable area"
         setzen. Dieser sollte natuerlich moeglichst hoch eingestellt werden.
         Die maximale Groesse der cacheable area ist von mehreren Faktoren
         abhaengig: von der Groesse des Cache, von der Breite des Tag-RAMs und
         vom Chipsatz. Von den Intel-Chipsaetzen fuer Pentiums (FX, HX, VX, TX)
         haben AFAIK alle bis auf den HX eine im Chipsatz liegende Beschraenkung
         auf 64MB cacheable area, auch wenn der Chipsatz insgesamt mehr Speicher
         verwalten kann, der jedoch dann nicht gecachet wird.
         Bei einem HX-Board muss ausserdem fuer eine cacheable area ueber 64MB
         ein 11 Bit breites Tag-RAM verwendet werden. Manche HX-Boards werden
         standardmaessig mit einem 8Bit breiten Tag-RAM ausgeliefert und muessen
         mit einem 11 Bit breiten Tag nachgeruestet werden, um mehr als 64MB
         cachen zu koennen.
         Der ALI Aladin 4/4+ und seine Clones sowie der VIA Apollo
         VPX/VP-2 koennen wie der HX-Chipsatz bis zu 512MB cachen, SiS 5581/82
         und 5597/98 schaffen immerhin bis zu 128MB RAM (alle Angaben ohne
         Gewaehr). Die Faehigkeit des Chipsatzes alleine reicht allerdings
         nicht, das Board muss ebenfalls fuer eine entsprechend grosse
         cacheable area ausgelegt sein. Je nach Board/Chipsatz kann eine
         Erweiterung des Tags und/oder der Cachegroesse notwendig sein.
    
    
    3.18 Welche CD-Brenner funktionieren unter Linux ?
    
         Das "uebliche" Brennprogramm unter Linux ist X-CD-Roast, welches auf
         cdrecord zurueckgreift. Die jeweils aktuelle Liste der von X-CD-Roast
         bzw. cdrecord unterstuetzten Brenner findet sich auf der X-CD-Roast-
         Homepage unter http://www.fh-muenchen.de/rz/xcdroast.
         X-CD-Roast ist ein Tcl/Tk-Programm und unbedingt darauf angewiesen,
         dass exakt die richtigen Versionen von Tcl, Tk und Tix installiert sind,
         da es ansonsten abstuerzt.
         Informationen ueber in der Praxis getestete Kombinationen von Soft- und
         Hardware finden sich unter http://www.guug.de:8080/cgi-bin/winni/lsc.pl.
    
    
    3.19 Welchen Treiber muss ich bei der Kernelkonfiguration fuer eine
         NE2000-kompatible PCI-Ethernetkarte waehlen ?
    
         Ab Kernel 2.0.35 gibt es dazu einen eigenen Punkt unter "PCI Ethernet
         adapters". Bei aelteren Kerneln benoetigt man den ISA-NE2000-Treiber
         (unter "Other ISA cards"). Dieser enthaelt dort auch Unterstuetzung
         fuer PCI-NE2000-Clones. Auf dem Chip "Realtek 8029" basierende Karten
         funktionieren problemlos, bei Karten mit Winbond 89C940 bzw. verwandten
         Chiptypen ist ggf. Kernel 2.0.33 oder neuer noetig.
    
    
    3.20 Ich möchte einen Rechner ohne Tastatur und Monitor unter Linux
         (z.B. als Kommunikationsserver) betreiben. Wie geht das ?
    
         Soweit es Linux betrifft, problemlos. Ob es in der Praxis funktioniert,
         ist abhaengig vom BIOS. Viele BIOS-Versionen pruefen, ob eine
         Tastatur angeschlossen ist und booten nicht, falls das nicht der Fall
         ist. Meistens gibt es jedoch eine BIOS-Option, mit der man diese
         Ueberpruefung deaktivieren kann. Ein weiteres Problem kann die
         Grafikkarte bzw. deren BIOS sein. Einige Karten pruefen bei der
         Initialisierung des VGA-Bios, ob ein Monitor angeschlossen ist und
         liefern einen POST-Error (Piepser), falls nicht. In einem solchen Fall
         hilft in der Regel leider nur der Austausch der Karte oder der Anschluss
         eines entsprechend verdrahteten Blindsteckers, welcher der Karte einen
         angeschlossenen Monitor vorgaukelt.
    
    
    3.21 Ich habe ein ATAPI-CDROM an den CDROM-Anschluss meiner Soundkarte
         angeschlossen, Linux erkennt es jedoch nicht.
    
         Das kann mehrere Ursachen haben. Wenn die Soundkarte ein Plug 'n
         Play-Typ ist und das IDE-Interface nicht durch das BIOS beim Booten
         aktiviert wird, ist es fuer den Kernel (zumindest fuer 2.0.x) nicht
         sichtbar, so dass es nicht initialisiert werden kann. Sofern der
         IDE-Support nicht als Modul compiliert ist (das waere nur moeglich,
         wenn NICHT von einer IDE-Platte gestartet wird, also z.B. von einer
         SCSI-Platte oder ueber eine "inital ramdisk"), helfen die isapnptools
         ohne Tricks auch nicht weiter, da der Kernel AFAIK bei fest
         eincompiliertem IDE-Support normalerweise nicht mehr nachtraeglich
         nach IDE-Interfaces suchen kann. In der zum isapnptools-Paket
         gehoerenden Datei "README.ide" ist jedoch ein Weg beschrieben, mit
         dem man unter Ausnutzung einer eigentlich fuer PCMCIA-Karten
         vorgesehenen Kernelfunktion auch nachtraeglich noch IDE-Interfaces
         aktivieren kann.
    
         Wenn das Interface zwar aktiviert, jedoch als tertiaeres Interface
         konfiguriert ist, wird es ebenfalls nicht gefunden, da der Kernel nur
         nach den primaeren und sekundaeren IDE-Kanaelen sucht. Das Vorhandensein
         eines dritten Interfaces muss daher dem Kernel durch die Boot-Option
         "ide2=" mitgeteilt werden. In der Regel ist die
         Basisadresse fuer das tertiaere Interface 0x1e8. Wie Boot-Optionen
         uebergeben werden, ist ausfuehrlich im BootPrompt-HOWTO beschrieben.
    
    
    3.22 Wie kann ich meine Festplatten nach einer gewissen Zeit der
         Inaktivitaet automatisch abschalten lassen (sog. "Spindown") ?
    
         Bei IDE-Platten geht das mit "hdparm -S", fuer SCSI-Platten
         ist ein Kernelpatch ("SCSI-Idle") notwendig. In der Praxis ist ein
         solcher Spindown aber nur selten sinnvoll. Unter Linux, wie unter jedem
         Unix, erfolgt normalerweise spaetestens alle paar Minuten irgendein
         Plattenzugriff, es sei denn, es handelt sich z.B. um eine reine
         Datenplatte, die nicht gemountet ist. Dadurch wird eine Platte, falls
         der Timeout so kurz ist, dass sie zwischen den Zugriffen den Motor
         abschalten kann, dauernd herunter- und und wieder heraufgefahren, was
         die Lebensdauer der Platte rapide verkuerzen kann, insbesondere, wenn
         es sich um eine Desktopplatte handelt, die im Gegensatz zu einer
         Notebookplatte nicht fuer solche Stromsparmassnahmen ausgelegt ist.
    
    
    3.23 Kann man mehrere Monitore gleichzeitig unter Linux betreiben ?
    
         Teilweise, hier muss zwischen X11 und Konsolenmodus unterschieden
         werden.
         Bedingt durch die Tatsache, dass VGA-Karten immer den gleichen
         Adressraum belegen, ist es in PCs nicht moeglich, 2 VGA-Karten in
         einem Rechner zu betreiben. Sofern man ueber Karten verfuegt, die
         neben dem VGA-Kern einen weiteren, davon unabhaengigen Grafikchipsatz
         haben (z.B. die Millennium I) und deren VGA-Kern abschaltbar ist,
         ist dieses Problem zu umgehen. Um eine zweite Karte unter X benutzen
         zu koennen, ist derzeit allerdings ein kommerzieller X-Server noetig,
         XFree unterstuetzt bisher keinen Zwei-Karten-Betrieb (kommerzielle
         X-Server bieten dieses Feature auch lediglich bei einigen wenigen
         Grafikkarten). Konsolenbetrieb (Textmodus) ist nicht moeglich.
    
         Sofern eine Herkules-Monochrom-Karte mit entsprechendem Monitor
         vorhanden ist, kann diese prinzipiell parallel zu einer VGA-Karte
         betrieben werden, da sie einen anderen Adressraum belegt.
         Um dies tatsaechlich nutzen zu koennen (im Textmodus), ist allerdings
         ein Kernelpatch noetig.
    
    
    3.24 Ich moechte den bei meinem Scanner mitgelieferten SCSI-Hostadapter
         AVA 1505 oder 1502 unter Linux benutzen, finde jedoch keinen Treiber.
    
         Sowohl der AVA 1505 wie auch der 1502 funktionieren mit dem Treiber
         fuer die Adaptec 152x-Reihe. Wichtig ist, dass die Typen 1505 und 1502
         kein BIOS haben und deshalb vom Treiber nicht automatisch erkannt werden
         koennen. Es ist daher noetig, dem Kernel IRQ und IO-Basisadresse
         als Bootparamter zu uebergeben, z.B. durch einen Eintrag in
         /etc/lilo.conf in der Form append="aha152x=0x340,11" (fuer Basisadresse
         0x340 und IRQ 11). Naehere Erlaeuterungen zu Bootparametern finden
         sich im BootPrompt-HOWTO.
    
    
    3.25 Welche Scanner funktionieren unter Linux ?
    
         Unter http://www.mostang.com/sane/sane-backends.html stehen die von
         SANE (Scanner Access Now Easy) unterstuetzten Scanner-Typen. SANE
         bietet ein einheitliches API fuer verschiedene Scanner-Treiber und
         verfolgt insoweit einen aehnlichen Ansatz wie TWAIN unter Windows.
    
    
    3.26 Wie kann man das "Rad" der "Scroll-Maeuse" unter Linux nutzen ?
    
         Eine einheitliche Unterstuetzung existiert bisher leider nicht,
         da diese Funktionalitaet noch recht neu ist. In der Regel sind
         die Funktionen des Rades ueber die Maustasten 4 bzw. 5
         implementiert, so dass sie sich prinzipiell in allen Programmen
         nutzen lassen, die diese Tasten abfragen koennen. Unter der URL
         http://www.inria.fr/koala/colas/mouse-wheel-scroll/ sind einige
         Moeglichkeiten beschrieben, weitere Informationen finden sich
         unter http://solaris1.mysolution.com/~jcatki/imwheel/.
    
    
    3.27 Werden Grafikkarten mit i740-Chip unterstuetzt ?
    
         Es gibt einen X-Server fuer Karten mit i740-Chip, jedoch nur als
         Binary, da Intel Informationen zu diesem Videocontroller nur gegen
         ein Non-Disclosure-Agreement herausgibt. Zu finden ist er unter dem
         Namen XBF-i740* in verschiedenen Ausfuehrungen auf ftp.redhat.com
         sowie entsprechenden Mirror-Sites. Benoetigt wird neben dem Server
         natuerlich auch der Rest von XFree86.
    
    
    3.28 Warum funktioniert meine ISDN-Karte nach dem Update auf Kernel
         2.0.36 nicht mehr so wie vorher ?
    
         Im Kernel 2.0.36 sind gegenueber aelteren Versionen einige
         Aenderungen am ISDN-Subsystem vorgenommen worden, die eine neue
         Version der isdn-utils notwenig machen. Diese sind entweder als
         Binaerpaket auf den ftp-Servern der Distributionshersteller zu finden
         oder als Source auf ftp.franken.de. Eine der wichtigen Aenderungen
         ist, dass dial-on-demand ab Kernel 2.0.36 nicht mehr die
         Standardeinstellung ist, sondern erst ueber die isdn-utils aktiviert
         werden muss.
    
    
    3.29 Warum ist nach dem Update auf Kernel 2.2 mein Drucker nicht mehr
         anprechbar ?
    
         Mit Kernel 2.2 haben sich einige Aenderungen bei der
         Druckeransteuerung ergeben. Die Nummer des Devices (/dev/lp[012])
         ist jetzt nicht mehr von der Hardwareadresse des IO-Ports abhaengig.
         Der erste gefundene Druckerport ist nun /dev/lp0, wogegen bei
         Kernel 2.0.x der "normale" Druckerport auf Adresse 0x378 /dev/lp1
         war.
         Da neben den PC-typischen Druckerschnittstellen nun auch Parallel-
         schnittstellen anderer Hardwarearchitekturen unterstuetzt werden
         sollen, wurde der Treiber fuer die Druckerschnittstelle in einen
         High- und einen Low-Level-Teil aufgespalten. Wenn der Treiber als
         Modul genutzt werden soll, ist bei Linux auf PCs der Eintrag
         "alias parport_lowlevel parport_pc" in /etc/conf.modules noetig.
    
    
    3.30 Unterstuetzt Linux USB-Geraete?
    
         Noch nicht standardmaessig. Die Entwicklung des USB-Supports erfolgt
         momentan noch getrennt vom "normalen" Kernel, entsprechende
         Informationen sind unter
    
         http://peloncho.fis.ucm.es/~inaky/uusbd-www/
    
         erhaeltlich.
    

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